Wächtersbach-Aufenau (dl). Mit einem „schräglautmusikalischen Treiben“ starteten die „M&M Schlabbedabber“ um 19.31 Uhr furios in ihre Kostümsitzung im Aufenauer Kulturhaus. Mit schrillen Masken und afrikanisch fröhlichbunten Kostümen eröffneten die „Kinziggeister“ aus Erlensee mit ihrer „Ersten Hessischen Guggemusik“ und mit mehr als 20 Blechbläsern „bewaffnet“ die mit Höhepunkten gespickte Veranstaltung.
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Die Organisatoren des Vereins hatten neben den eigenen Beiträgen der Lazarettgarde, dem Bauchredner Ingo Lankes, den Hofsängern, der Tanzgruppe „M.U.M.P.“ und dem Männerballett (MBA) zahlreiche Gäste und befreundete Vereine eingeladen.

Mit den einheimischen Jan Hendriks und Sven Prehler sowie Steffen Pfeifer aus Salmünster haben die Schlabbedabber gleich drei Conférenciers aufgeboten, um das buntschillernde und abwechslungsreiche Programm anzusagen. „Net lang rummache“ wollten sie, wenn sie pointiert die Beiträge ansagten. Und damit die Stimmung im Saal auf gleichbleibend hoher Temperatur blieb, dafür sorgte die Combo „4ever“ aus Salmünster mit unterhaltsamen Musikeinlagen.

Pünktlich zu Beginn des närrischen Treibens „randalierten“ im Treppenhaus des Kulturhauses mehr als dreißig wilde Gestalten, die sich schon bald im Saal lautstark instrumental Gehör verschafften. Allein die Masken und Kostüme waren ein echter Hingucker; seit nunmehr 30 Jahren treiben die „Kinziggeister“ aus Erlensee in der närrischen Zeit ihr Unwesen, und das in jeder Kampagne mit neuen Kostümen. Diesmal hatten sie sich gedacht, „wenn der Dschungel nicht zu uns kommt, dann kommen wir zu euch!“ In der Kriegsbemalung eines afrikanischen Stammes und charakteristisch bunt kostümiert stürmten die Musiker aus Erlensee den Saal. Die Masken, die sie beim Einzug trugen, konnten den Narren das Fürchten lehren. Und dann legten sie los: Mit mehr als 20 Blechbläsern, einer gewaltigen Rhythmusgruppe und fast mannshohen Trommeln brachten sie die Scheiben im Kulturhaus zum Vibrieren. „Was ist denn bloß in Afrika los?“, hatten sich die Spaßmacher aus Erlensee gefragt. Mit Miriam Makebas „Pata Pata“ oder auch klassisch karnevalistisch mit Nenas „99 Luftballons“ inszenierten sie mit der geballten Kraft ihrer Bläser eigene Interpretationen von afrikanischen und deutschen Hits.
"Haben Sie Schon Mal den Mann im Mond Gesehen ?" Mussten sich die Karnevalisten fragen lassen, Als das Männerballett "Pötschedäbber" des befreundeten Vereins aus Kerzell auftrat. Gar nicht bange in ihrer Auswahl aktueller Musik ist vom etwas verstaubten Mann im Mond Nimbus nichts übriggeblieben. Vielmehr tanzten die Männer technisch perfekt instruiert sowohl klassische Ballett-Passagen als auch Elemente aus dem Breakdance. Die akrobatischen Einlagen kamen besonders gut an und brachten Szeneapplaus von den Närrinnen und Narrhalesen.
Thomas Rau aus Reichelsheim wollte ursprünglich einen General mimen, aber weil seiner Meinung nach " bei der Bundeswehr nichts mehr los ist", wurde daraus ein schwuler Gardeoffizier. In perfekter Verkleidung als " Olga Orange" und in ein Galauniform nahm Rau in seiner Travestie - Show Sexualerziehung und -verhalten der älteren Generationen unter die Lupe. Die eigenen Erfahrungen aus dem Sexualkunde Unterricht waren mit der Schilderung des Fortpflanzungsverhaltens der Bienen nicht sehr aufschlussreich. Mehr interessierten die Narren da schon die ausgefallenen Sexpraktiken seines Freundes Sven,Auch wenn die Montag, Dienstag, Mittwoch... ausgefallen sind.
Einen Vorgeschmack auf ihren späteren Tanzauftritt gab die Vereinseigene Lazarettgarde mit Ihrer Solo-Paartanzeinlage. In einer perfekte vorgetragenen Vorführungen wurde schon mal Appetit gemacht auf das was die vollständig angetretene Garde später noch zeigen wollte. Bauchredner Ingo Lankes war mächtig aufgeregt vor seinem Auftritt, stand er doch schließlich das erste Mal auf der Karnevals Bühne.
"Die Dolle" Corinna Kuhn und " Dressman" Axel Heilmann hatte der Verein für ihre Büttenreden extra aus Frankfurt einfliegen lassen. Hans Mitzinger und Eirik Glosvik verdingten sich anschließend als Hofsänger.
Die Tanzgruppe "M.U.M.P." Wurde schon vor ihrem Auftritt wegen ihrer fantastischen selbst entworfenen Kostüme bejubelt. Mit bestechender Choreographie und akrobatischen Einlagen zeigten sie in diesem Jahr den Tanz der Eiskrieger. Mit einem tanz der  Indianer Sven Prehler und Steffen Pfeifer des Männerballetts MBA wurde der offizielle Teil der Karnevalssitzung abgerundet.

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